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Grundkurs positiver Ausdruck und Körpersprache

17. April 2009

Materialsammlung für ein rudimentor.de video

Themen:
1. positiv sprechen – Warum und Wie?
2. positiver Ausdruck und Körpersprache
3. Andere “Für klug verkaufen”
4. leicht und aktiv formulieren

Kurs positiver Ausdruck und Körpersprache

Warum soll ich positiv formulieren?
Man versteht Dich schneller und besser.

Wie geht das?
Viele Botschaften teilen wir über Verneinungen mit.
Diese Sprechweise muss das Bewusstsein erst entschlüsseln.
Das Bewusstsein ist ein mächtiges Steuerungsinstrument, aber es ist sehr langsam.
Die gefühlte Wahrnehmungsebene ist viel schneller, als eine sprachlich verschlüsselte Botschaft.
Achte deshalb auf einen eingänglichen positiven Ausdruck.

Beispiel:
Wenn Dich jemand anrempelt und sich entschuldigt, sage lieber “Schon OK” statt “kein Problem”.
Denn die Floskel “kein Problem” wird gefühlsmäßig doppelt negativ wahrgenommen.

2. positiver Ausdruck und Körpersprache
Eine zustimmende Ausdrucksweise, drückt sich auch in einer freundlicheren Körpersprache aus.
Körpersprache reicht viel weiter, als das gesprochene Wort, zumindest auf der Ebene des ersten Eindrucks,
der bekanntlich der wichtigste ist.

Minigrundkurs Körpersprache
Es gilt:
Je weniger Winkel im Körper, desto sicherer das Auftreten.
Also:
Rücken gerade – Arme besser locker an die Seiten oder vor dem Bauch falten – Füßen lieber gerade
nebeneinander stellen.
 

3. Andere “Für klug verkaufen”
Formuliere so, dass das Gesicht des anderen gewahrt bleibt.

Oft ist der generelle Ausdruck so, dass er anderen einen Fehler oder Unkenntnis unterstellt.
Diese Ausdrucksweise zwingt automatisch in eine Verteidigungshaltung.

Statt “Da müssen Sie leider warten.”
Lieber “Bitte gedulden Sie sich noch”

Statt “Sie haben mich falsch verstanden.”
Besser: “Da habe ich mich wohl unklar ausgedrückt.”

Statt “Jetzt nicht!”
Freundlicher: “Möchtest Sie lieber in 20 Minuten wiederkommen. Dann kann ich mich besser um Sie kümmern.”

Möchtest Du, dass jemand etwas anders macht?
Formuliere ein persönliches Problem und bitte um Hilfe.
Bedanke Dich hinterher. (Selbst wenn Du meinst ein Recht auf das andere Verhalten zu haben.)

Sage was lieber was Du von anderen erwartest, statt denen sagen was nicht getan werden soll.
Verwende eine auf das Ziel ausgerichtet Botschaft.

Sage: “Ich habe Schwierigkeiten das zu lesen. Können Sie mir helfen?
statt “Sie haben das unleserlich geschrieben”

Das geht schon beim Umgang mit Kleinkindern los.
Sage lieber “Gut festhalten.” statt “Fall bloß nicht runter”

Statt “Das kann ich Ihnen beweisen.”
Besser “Überzeugen Sie sich selbst:…”

Welche Beipiel fallen Dir noch ein?
Schreibe einen Kommentar.

5. leicht und aktiv formulieren

Verwende Verben die mit einer leicht verständlichen Tätigkeit verbunden sind.
Denn:
Sind Tätigkeiten die mit dem Zusatz “werden” versehen, entziehen sie sich der emotionalen
Wahrnehmung. Oft wird dadurch eine besonderer wissenschaftlicher Ausdruck vorgetäuscht oder nachgeahmt. Eine
wissenschaftliche Sprechweise benutzt häufig Substantivierungen, also Hauptworte.
Diese Redeweise ist zwar manchmal genauer, aber auch schwerer zu erfassen.

Beispiel: “Dies wird eine Maximierung von xy um 50% zur Folge haben.”

Besser:
“Dadurch erhöht sich xy um die Hälfte. ”

Die positivste Botschaft ist natürlich Lob, Dank und Anerkennung.

Also
Ihr habt meinen Respekt dafür, dass Ihr diesen Post bis zum Ende durchgelesen habt und Danke schon mal für Eure Kommentare und weitere Beispiele :)

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